EM: Starke Aufholjagd belohnt – Remis gegen Serbien

Die deutsche Nationalmannschaft hat das erste Gruppenspiel der EM-Hauptrunde gegen Gastgeber Serbien mit 21:21 (7:12) beendet. Der erlösende Wurf zum Ausgleich gelang Sven-Sören Christophersen nur wenige Sekunden vor dem Ende der Partie. Eine tolle Aufholjagd der Deutschen wurde damit mit einem Punkt und der Tabellenführung in der Gruppe I (5:1 Punkte) belohnt. Dabei sah es lange Zeit so aus, als würden die Deutschen diesmal als Verlierer vom Platz gehen.

Sieben Tore Rückstand: Nur Heinevetter überzeugte

Die Spieler von Bundestrainer Martin Heuberger gerieten schon zu Beginn des Spiels mit 0:4 in Rückstand. Nur dem während der gesamten Partie überragenden Torhüter Silvio Heinevetter war es zu verdanken, dass die Deutschen das Duell mit den Serben nicht schon in der Anfangsphase verloren. Zur Pause lag die DHB-Auswahl mit 7:12 zurück. Wer erwartete, die Deutschen würden sofort nach Wiederbeginn zur Aufholjagd blasen, sah sich getäuscht. Der Rückstand schwoll sogar auf sieben Treffer an.

Dann war es vor allem die Defensive, die zu überzeugen wusste. Kreative Anspiele in der Offensive waren Mangelware. „Unsere Probleme liegen eindeutig im Angriff“, befand nach der Partie auch DHB-Manager und Heuberger-Vorgänger Heiner Brand. Doch die sichere Defensive und ein überragender Torhüter reichten, um die Serben aus dem Konzept zu bringen, so dass die Deutschen in einem packenden Krimi doch noch ein Remis erkämpfen konnten.

Tür zum Halbfinale weit offen

Dank des Punktes gegen die Serben ist die Tür zur Runde der letzten Vier für die Deutschen weit offen. Parallel spielten Polen und Schweden 29:29 sowie Dänemark und Mazedonien 33:32. Vor den Spielen gegen Dänemark und Polen liegen die deutschen Handballer damit zwei Punkte vor Rang drei.

Passen die anderen Resultate, wäre mit einem weiteren Sieg das Ticket für eines der olympischen Qualifikationsturniere bereits gelöst. So weit wollte aber keiner der Deutschen nach dem Krimi gegen die Serben denken. „Wir denken nur von Spiel zu Spiel“, beschrieb Torhüter Heinevetter die Turnierplanung seines Teams.