Handball-WM: Deutschland schafft wichtigen Sieg – Spanien gelingt Kantersieg

Bild: REAL FEDERACIÓN ESPAÑOLA DE BALONMANO

Die deutsche Handballnationalmannschaft hat bei der WM in Spanien den ersehnten Befreiungsschlag geschafft. Das Team von Martin Heuberger siegte im dritten Spiel der Vorrunde gegen Argentinien mit 31:27 (17:13) und zeigte dabei seine bisher stärkste Leistung im Turnier. Nach drei von fünf Partien hat die DHB-Auswahl damit 4:2 Punkte auf dem Konto und steht gefestigt auf dem zweiten Rang der Gruppe A. Die deutschen Handballer zeigten sich dabei bestens erholt von der Niederlage gegen Tunesien im zweiten Gruppenspiel, die bereits wieder Zweifel an der Qualität des Teams hatte aufkommen lassen. Den Sieg gegen die Südamerikaner sicherte der in der zweiten Halbzeit eingewechselte Keeper Carsten Lichtlein, nachdem Stammkraft Silvio Heinevetter nicht seinen besten Tag erwischt hatte.

Gegen Montenegro geht es um alles

Im vierten Spiel der Gruppenphase trifft die deutsche Mannschaft auf Montenegro, das bislang ein enttäuschendes Turnier spielt. Für die DHB-Auswahl ist es so etwas wie ein vorgezogenes Gruppenendspiel. Siegt das Team aus der Bundesrepublik, ist der Einzug ins Achtelfinale gesichert. Verlieren die Mannen von Heuberger jedoch, so wäre die Entscheidung ins letzte Gruppenspiel verlagert. Dort trifft Deutschland allerdings auf Titelverteidiger Frankreich und ist krasser Außenseiter.

40 Tore Vorsprung: Spanien ballert Australien aus der Halle

In der Gruppe D gab es zudem schon jetzt das Spiel des Turniers zu bestaunen. Gastgeber Spanien gelang im Duell mit Australien der dritthöchste Sieg der WM-Geschichte. Die Iberer konnten dabei einen Vorsprung von 40 Toren herauswerfen. Am Ende siegten sie mit 51:11 über das Team vom fünften Kontinent. Mit sechs Punkten nach drei Spielen haben sie zudem damit schon jetzt das Ticket für das Achtelfinale gelöst. Den höchsten Sieg aller Zeiten bei einer WM erzielte übrigens Deutschland: 1958 gewann die damalige DHB-Auswahl mit 46:4 gegen ein Team aus dem Fürstentum Luxemburg. 42 Tore Vorsprung gab es danach nie wieder. Island erzielte 2003 die meisten Treffer in einer Partie, die Nordmänner triumphierten damals mit 55:15 ebenfalls gegen eine Mannschaft aus Australien.