Reiner Witte bleibt HBL-Boss und seiner Linie treu


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Reiner Witte wird auch in den kommenden drei Jahren die Handball-Bundesliga (HBL) als Präsident führen. Der Bremer setzte sich bei der turnusmäßigen Mitgliederversammlung des Ligaverbandes in Düsseldorf in einer Kampfabstimmung gegen Herausforderer Ralf Uhding durch. Der 56-Jährige gewann bereits im ersten Wahlgang mit 31:24 Stimmen gegen den Fredenbecker.

Nach der erfolgreichen Wiederwahl betonte Witte, er wolle die Solidarität zwischen Bundesliga und Nationalmannschaft stärken. Dies hatte insbesondere der langjährige Bundestrainer Heiner Brand in diesem Frühjahr in scharfen Worten eingefordert. Als Zeichen der neuen Nähe zur DHB-Auswahl beschloss die Liga deshalb nach der Wahl Wittes, den letzten Spieltag vor der EM-Pause vorzuverlegen. Dieser findet nun nicht mehr am 29., sondern am 7. Dezember statt.

Letzte Chance für Olympia

So bleibe dem neuen Bundestrainer Martin Heuberger genügend Zeit, die deutsche Mannschaft auf das Turnier in Serbien vorzubereiten, hofft Witte. Die Europameisterschaft ist für das Team der Bundesrepublik von besonderer Bedeutung, stellt es doch die letzte Chance dar, sich direkt für die olympischen Spiele 2012 in London zu qualifizieren. Der wiedergewählte Präsident wertete die Vorverlegung des letzten Spieltages vor der Pause aus diesem Grund als deutliches Zeichen dafür, dass die HBL voll hinter dem DHB-Team stehe.

Vereine enger in den Verband einbinden

Die Nähe zur Nationalmannschaft war es jedoch auch, die eine Kampfabstimmung um das Präsidentenamt überhaupt erst nötig machte. Die Vereine der Bundesliga und insbesondere die Spitzenklubs, als deren Kandidat Uhding galt, hatten sich bitterlich beschwert, Witte habe sie nicht genügend gegen die Attacken von Brand geschützt. Dieser hatte sich vor allem über die mangelnde Jugendarbeit beschwert. Witte, anstatt auf den damaligen Bundestrainer beruhigend einzuwirken, blieb stumm.

Kurz nach seiner Wiederwahl macht der Bremer deshalb einen Schritt auf die Spitzenteams zu. Trotz der Nähe und der Bedeutung der Nationalmannschaft sei ebenso wichtig, die große nationale und internationale Bedeutung der deutschen Klubs herauszustreichen, erklärte Witte, der den Vereinen im selben Atemzug anbot, sie enger in die Verbandsarbeit einzubinden.